
Die Regatta Sarnen ist die vorletzte Vorbereitungsregatta vor der SM am Rotsee. Sie ist Selektionsregatta und Übungsrennplatz.
Der lang erwartete Bericht zur Regatta Sarnen.
In diesem Jahr herschten wieder sehr heiße Temperaturen. Weniger Windwellen als in den Vorjahren boten eigentlich besseres Wasser, die völlig veralteten und überbelasteten Motorboote des Veranstalters machten jedoch die meisten Rennen zu einer Rodeofahrt.
Auch in anderen Bereichen wie Sprechertechnik und Ergebnisdienst befleckte sich der Veranstalter nicht mit Ruhm. Mangels Ersatzbatterien konnte das bewährte Sprecherteam aus Basel die Zuschauer bei vielen Rennen nicht erreichen. Einige Rennen wurden nicht gestoppt und ohne Zeiten angegeben. Das ist Schade, denn die Regatta ist mit großer Beteiligung aus Deutschland momentan die größte Schweizer Regatta; So viel zu den Rahmenbedingungen.
Das BRC Team startete entgegen der vorherigen eher Regatten verhalten. Der Samstag in Sarnen ging ganz ohne Basler Medaillengewinn aus. Das lag zum einen daran, dass viele der Erfolgsteams nicht an den Start gingen, die erfolgreichen U 15 Ruderer Nelis und Heim, sowie bei den Damen Bierl und von der Mühll mussten auf einen Start verzichten, weil je ein Mannschaftsmitglied in den Ferien weilte. Auch bei den U 17 und U 19 Junioren musste der 4x umgestellt werden. Eine Qualifikation für das A-Final und letztlich ein zweiter Platz im B-Final war hier ein für den U 17 Trainer Dominik Junker erfreuliches Ergebnis. Die Ruderer Paco van der Putten/Julian Ris/Alexander Horst/Joel Ben Ahmed qualifizierten sich für das A Final. Am Sonntag fuhr dann ein anderes Boot (Tim Hallenberger statt Alexander Horst) das dann nach Reglement automatisch ins B-Final gesetzt wird. Junker und Schmitz konnten aus dem Quervergleich und der Rennanalyse Informationen für die anstehende Selektion an die SM gewinnen.
Bei den A Junioren fiel Philip Greve am Sonntag aus und man entschied sich beide Regattatage mit Luca Fabian als spontanem Ersatzmann zu rudern. Das Boot Fabian/Haak/Amrein/Huber schaffte die angestrebte Steigerung jedoch nicht und musste sich am Ende mit einem 4. Platz hinter einer Deutschen Rgm. und zwei Schweizer Booten zufrieden geben. Dieses unerwartet schwache Ergebnis führen die Trainer auf fehlende Routine bei schlechtem Wasser sowie eine zu große Vorbelastung (viele harte Vorbelastungen bei heißem Wetter) und auf die latente Rückenverletzung von Amrein zurück, der sich seit einigen Wochen nicht mehr in jedem Training voll belasten kann. Luca Fabian zeigte seine wieder ansteigende Formkurve durch einen Serien-Sieg am Sonntag. Wie schnell er im Schweizer Gesamtvergleich wieder unterwegs ist, wird sich in Greifensee zeigen, wenn er zum ersten mal wieder Vorlauf und Final bestreiten wird. Gute Trainings und Ergoergebnisse lassen auf schnelle Skifffahrten hoffen. Einen erfreulichen ersten Start über 2000m legte schließlich Severine Stuber hin, die gemeinsam mit Ihrer älteren Trainingspartnerin Nadine Furrer die Luft der A Junioren schnupperte und mit technisch sauberem Rennen auf Platz 3 des B-Finals landete.
Zu den letztlich 7 Medaillen des BRC trugen dann wieder die Jüngsten und die Ältesten maßgeblich bei:
Seriensieger am Sonntag wurden:
Josephina Bierl und Charlotte von der Mühll im U 15 2x
Celine Portmann im Skiff
Valentin Heim im Skiff
Valentin Heim, Manuel Dummermuth, Gian-Reto Tarnutzer und Leon Joost im U 15 4x (B-Final)
Eine Bronzemedaille im A Final steuerten dann noch die Masters im Achter mit Matthias Walser, Dieter Leber, Steen Kreinbrink, Bernhard Chiquet, Lukas Geering, Tres Thoenen, Daniel Blaser und Charles Kroepfli (Stfr. Rahel Brändle sowie Josephina Bierl im Skiff bei. Die Masters zeigten sowohl im Achter als auch im Doppelvierer, das sie schon Spitzengeschwindigkeiten für die ganz vorderen Plätze erreichen können, müssen diese aber noch effizienter und länger anhaltend erbringen. Dafür legt die gesamte Mastersmannschaft ein Trainingswochenende mehr ein und verzichtet auf Starts in Greifensee.
05:30
21:32



