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Fünf Basler auf der Weser

Achterrennen gibt’s  überall: London, Boston, Berlin, und bei uns bekannt Solothurn oder Thalwil. Und er wird eines in Basel geben. Und es gibt auch einen Achtercup in Bremen/D. Auf deren Event-Homepage wurde aufgefordert, an einem Quiz teil zu nehmen. Und was widerfährt uns? Wir gewinnen einen Startplatz, inklusive Übernachtung und Verpflegung.
Nun gut. Nun mussten acht Ruderer her, plus Steuermann oder –frau. Leichter gesagt als getan. Trotz Anreiz in Bremen starten zu dürfen, taten wir uns reichlich schwer, eine Mannschaft zusammen zu tragen. Es kam sogar soweit, auf die Reise nach Bremen und den Start zu verzichten. Doch auf hartnäckiges bitten seitens des Veranstalters liessen wir uns überzeugen und gingen am vergangenen Wochenende nach Bremen.

Die „BRC Mannschaft“ setzte sich aber bloss aus fünf Ruderern zusammen. Dominik Junker, Fabian Haak, Maurice Koenemann, Jan Greve und ich bildeten den BRC Achter. Selbstverständlich ruderten wir nicht zu fünft: Der Organisator stellte uns 3 Topleute zur Verfügung: Gilbert Klinger und Philip Hagenau, 4. im deutschen Vierer Ohne an der diesjährigen Junioren WM, sowie Tobias von Randow, seinerseits Ersatzmann des deutschen U23 Teams für die vergangene U23 WM. Als Cox stellte sich Alina Thielbar aus Bremen zur Verfügung. Somit war der vermeintliche Alpenexpress nur beschränkt helvetisch, zumal drei von fünf Brc-ler Badenser sind :-).

Ungeheuerlich verstärkt konnten wir also den Wettkampf angehen. Der Bremer Achtercup setzt sich aus einer Langstrecken Head Regatta über 4.2 km und aus einem Sprint-Bewerb über 350m zusammen, wobei die Langstrecke quasi als Vorlauf dient. Die Gegner waren namhaft: Der London RC, der deutsche Junioren-Nationalachter, ein Achter, zusammengestellt aus Mitgliedern des deutschen Junioren-Skull-Kaders, eine Norddeutsche Kombination aus lauter U23 Athleten und der BRC Achter. Erweitert wurde das Feld durch eine mixed Crew aus Bremer Junioren.

Nun ja, die Rollen schienen verteilt. Mit dem fünften Rang nach der Langstrecke, mussten wir gegen den zweiten im Sprint ran – den DRV-Juniorenachter. Die Situation klärte sich rasch. Fünf Schläge nach dem Start setzte sich der deutsche Achter uneinholbar ab und siegt schliesslich klar. Somit wartete anstatt dem Halbfinale direkt das C-Finalrennen auf uns. In diesem Rennen um den 5. und 6. Rang mussten wir die Bremer Juniorencrew bodigen, um uns noch versöhnlich aus Bremen zu verabschieden. Es war klar, verlieren verboten, zumal die andere Mannschaft deutlich schwächer war (junge Athleten und mixed). So war es dann auch. Das Bild stelle ich mir vor wie im vorhergegangenen Rennen gegen den DRV Achter, bloss dass wir diesmal vorn lagen.

Am Ende klassierten wir uns im zu erwartenden 5. Rang. Ernüchternd, aber um eine Erfahrung reicher. Bremen ist schön, das Rennen toll, auch wenn mehr Beteiligung eine deutliche Aufwertung des Anlasses bedeuten würde. Und mit 58 Sekunden in unserem letzten Lauf stehen wir gar nicht so schlecht da, verglichen mit den 56 Sekunden der Siegerboote.

Max Schubiger

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