
Durch die Wachau bis vor die Tore Wiens – nicht ganz ohne Aufsehen!
Die Wetterprognose verhiess für die 5. Donauetappe nichts Gutes: Regen, Regen und nochmals Regen sowie eine Abkühlung auf 9 bis 12 Grad. Wohlbemerkt: dies nach über einer Woche mildem und sonnigem Spätsommerwetter!
Abhalten konnte die düstere Prognose die 36 BRC’ler nicht, die nächste Etappe auf der Donau von Wallsee (unterhalb von Linz) bis nach Tulln (30km vor Wien) in Angriff zu nehmen. Denn die 120 Kilometer durch das Strudengau und die Wachau versprachen eine phantastische Fahrt. So war es denn auch: wunderbare, natürliche Flusslandschaften mit flotter Strömung wechselten sich ab mit Weingärten und kleinen Städtchen umrahmt von unzähligen Schlössern, Klöstern und Burgen. Nur eines hat gefehlt: der Regen! Die ersten zwei Tage waren zwar bewölkt und windig, aber Petrus schüttete die Regenwolken nur während der Nacht aus und der Wind kam erst noch von der richtigen Richtung! Der dritte Tag krönte die Fahrt mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein sowie einem original Heurigen bei mit Felix Christ befreundeten Weinbauern. Erstens kommt es anders zweitens als man denkt: nicht nur beim Wetter - anders vorgestellt hat sich der zweite Tag auch die Mannschaft vom Phönix! Nach der Besichtigung des Stifts Melks gings in rasanter Fahrt in die Wachau. Bei Schönbühel wurde das Boot durch Wellen eines Schiffs gefüllt, so dass die Mannschaft (Sabine, Remo, Karin, Urs und Regina) in die „Fluten der Donau“ steigen mussten. Mit Hilfe anderer Boote konnte Mannschaft und Boot zwar geborgen und wieder flott gemacht werden, der Schlossherr vom Schloss Steinkugel beobachte aber den Untergang und alarmierte die Rettung. Diese machte keine halben Sachen: Rettungshelikopter, Polizei, Feuerwehr, Sanität, Rettungstaucher und zwei Notarztteams wurden aufgeboten. Kein Wunder waren auch bald die Medien präsent und so war der BRC- Expedition die mediale Präsenz im Fernsehen und in den beiden Boulevardzeitungen Krone („Riesenwelle reisst Ruderboot in Tiefe“) und Kurier gesichert. Das Ende der Geschichte gemäss Kurier: „Die Schweizer wunderten sich aber über das Einsatzaufgebot“, sagt ein Polizist. Sie lehnten ärztliche Versorgung ab und setzten ihre Fahrt auf der Donau fort“!
So war es denn auch: es war eine phantastische Wanderfahrt und nächstes Jahr rudern wir durch Wien!
05:30
21:32



