
Die Wetterprognosen für Samstag und Sonntag waren alles andere als rosig, für Samstag war einfach Pluie und für Sonntag Averses angesagt.
Kaum war das letzte Boot in Chalon-sur-Saône eingewassert, hat es auch schon mit regnen begonnen. Zum immer stärker werdenden Regen gesellte sich auch, langsam aber stetig, ein auffrischender Wind direkt von vorne dazu. In Gigny-sur-Saône, nach genau 20km, war der Gegenwind dann so stark, dass an ein Weiterkommen, auch wegen der entstandenen Wellen, kaum mehr zu denken war. Auf den letzten 11km bis zum Etappenort Tournus lag auch noch die Schleuse Ormes für die wir gemäss Avis de Gestionnaire keine Schleusungsbewilligung hatten, so dass aller Voraussicht nach ein Umtragen nötig gewesen wäre. Bei der alten Schleuse Gigny, beim Hafen einer Hausbootvermietung, sind wir ausgewassert. Die Betreiber sind ein Schweizer Ehepaar und die Frau hat sofort die lokalen Wetter- und Windprognosen am Computer abgefragt. Angesagt waren Windgeschwindigkeiten bis zu 45km/h so dass wir beschlossen abzuriggern, zu verladen und motorisiert nach Tounus zu verschieben.
Am Sonntagmorgen war das Wetter besser, zwar stark bewölkt, aber es regnete und windete nicht, so dass wir die Boote aufriggerten und die Wanderfahrt fortsetzten. Da diese rund 1.5 Std fehlten war es von vornerein klar, dass wir nicht bis nach Mâcon kommen werden, sondern unterwegs an einer der wenigen geeigneten Ausbootstellen, auswassern werden, wo eine Zufahrt mir Anhänger und Car möglich ist. Bei der Einmündung des Canal de Pont-de-Vaux in die Saône fand dann die, nicht so frühlingshafte, Wanderfahrt ihr Ende.
Peter Niederhauser
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